Weiden in der Oberpfalz
Weiden in der Oberpfalz wird erstmals 1241 erwähnt, 1298 in einem Dokument als Oppidum (Stadt) bezeichnet. Die Erhebung zum Markt, für die es keine schriftlichen Belege gibt, wird in das späte 12. Jahrhundert zu verlegen sein. Zwischen 1300 und 1360 durfte sich Weiden als Reichsstadt fühlen. 1777 kam Weiden schließlich an das Kurfürstentum Bayern. Im Mittelalter verlief die wichtige “Goldene Straße” von Frankfurt über Nürnberg nach Prag über Weiden. Besondere Aufmerksam schenke Kaiser Karl IV. seinem damaligen Markt. Es sind mehrere konkrete Anweisungen an den Burggrafen von Nürnberg erhalten, beispielsweise den Markt zu befestigen. Mit dem 30. Jährigen Krieg erfolgte der wirtschaftliche Niedergang der Stadt. Erst in den 1860iger Jahren, nachdem sie Anschluss an die Eisenbahnstrecken Hof-Regensburg und Nürnberg-Prag erhalten hatte, erholte sich Weiden und wurde zu einem bedeutenden Standort der Glas- und Porzellan-Industrie.