Spitalkirche St. Maria in Nabburg
Die gotische Spitalkirche St. Maria in Nabburg wird wohl um die Wende des 14. Jahrhunderts erbaut worden sein. Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgte eine Barockisierung. Aus der zeit stammt wohl die Ausmalung, die sich nur schemenhaft (bis auf das Deckenfresko) erhalten hat.
In den Kunstdenkmälern des Königreichs Bayern findet sich eine Situationsbeschreibung der profanierten Kirche um 1900: “Wenig eingezogener Chor mit Langjoch und Schluß in fünf Achteckseiten. Langhaus zu drei Fensterachsen. Im Chor Kreuz- und Kappengewölbe mit reich profilierten Rippen, im Landhaus barocke Flachtonne, jetzt herausgeschlagen. Das Chorgewölbe ruht auf profilierten Konsolen. Schlußsteine Christushaupt und segnende hand mit Kreuz (dextera Dei). Chorbogen spitzbogig; das aufgehende Gewände glatt, der Bogen mit Kehlung und Birnstab. Fenster im Chor zweigeteilt mit strengem Maßwerk. Eingang im Westen verbaut.”
1804 wird die Kirche als Lager genutzt, das Langhaus später als Metzgerei. 1994 konnt die Stadt den Chor, 2006 das Langhaus erwerben. Die Bilder zeigen die Kirche vor den Restaurierungsmaßnahmen am Tag des offenen Denkmals (14.09.2008)