Das Dorf Pfaffenhofen im im Lauterachtal war schon immer eng mit dem Kloster Kastl verbunden. Heute ist es ein Ortsteil der Marktgemeinde Kastl. Sehenswert sind die katholische Kuratiekirche St. Martin, der ehemalige Karner und die im Volksmund Schweppermannsburg genannte Ruine.
Das Langhaus von St. Martin, einem Kalksteinquaderbau, ist im Kern Romanisch. Im 15. Jahrhundert erfolgte der Anbau von Chor und Sakristei, im 16. Jahrhundert folgte schließlich der Turm. Leider wurde die wohl bis dahin im ursprünglichen Zustand erhaltene Kirche im 18. Jahrhundert umgestaltet. Erhalten ist an der Nordseite das romanische Portal. Auch die Bohlentüre mit Beschlag stammt noch aus dieser Zeit. Die Innenausstattung stammt aus dem Rokkoko.
Interessant ist der ehemalige Karner nordöstlich der Kirche. Von der Bauart gleicht er dem ursprünglichen Karner in Chameregg, von dem allerdings nur das Untergeschoss geblieben ist. Es handelt sich um einen Rechteckbau aus Dolomitqiúadern aus dem frühen 13. Jahrhundert. Das Westportal hat eine Kleblattform. Auffällig ist der gotische Lichterker an der Nordseite. Im Inneren zeigt sich der Karner mit Kreuzgratgewölbe zwischen Gurtbogen. Die gesclossene Ausmalung aus dem 15. Jahrhundert zeigt Maria Verkündigung und Heilige.
Die Burganlage über dem Dorf Pfaffenhofen ist Anfang des 12. Jahrhunderts als Besitz des Grafen von Kastl-Sulzbach belegt. Eine kurze Zeit (1330 - 53) sind die Rittel Heinrich und Hartung von Schweppermann Herren auf Pfaffenhofen, danach fällt Burg und Dorf an das Kloster Kastl. Teile des Berings und des Bergfrieds sind romanischen Ursprungs. Im 16. Jahrhundert erfolgten jedoch umfangreiche Umbaumaßnahmen. Im 30jährigen Krieg wurde die Burg zerstört. Ab 1895 setzten erste Sicherungsmaßnahmen ein. Heute gehört die Burg dem Aplenverein. Die Vorburg ist jederzeit frei zugänglich.
Sage Sie uns jetzt Ihre Meinung! Lob + Tadel, Tipps und Verbessungsvorschläge ... Alles ist willkommen!
[…] Spanferkel, Hunnenbier und -würste hingegen haben schon im 13. Jahrhundert viele Leute nach Plattling an die Isarmündung gezogen. Bei der diesjährigen Aufführung des Nibelungenspiels wird es nicht anders sein. Festspiel- und Mittelalterfreunde erleben die Stadt im Juli als mittelalterlichen Lager-, Turnier- und Spielplatz der Hunnen. Die prunkvolle Brautwerbung der Hunnen, die Ermahnung des Bischofs Pilgrim und der tödliche Plan der ehemaligen Nibelungenkönigin Kriemhild sind Stoff des beeindruckenden Festspiels. Die Oberpfalz ist der burgenreichste Landstrich Deutschlands – und in den historischen Festspielen erwachen die Gemäuer zu neuem Leben. Neunburg vorm Wald erinnert mit seinem Burgfestspiel “Vom Hussenkrieg” im Juli und August an die kriegsgebeutelte Zeit bayerisch-böhmischer Geschichte. Am 29. und 30. Juli 2006 verwandelt sich die Stadt zudem in ein farbenfrohes, hussitisches Lager. Unweit davon, in Nabburg, ist Mitte Juli 2006 mittelalterlicher Markt. Handwerker zeigen Ihre Künste, Händler bieten ihre Waren feil, Handleser, Ablassprediger, Bettler und Balladensänger ziehen durch die Straßen. Mit schillernden Mittelalterfesten lassen auch Regensburg vom Anfang Juli und das für seinen Drachenstich berühmte Furth im Wald Mitte August mit dem Cave Gladium die ritterlichen Zeiten lebendig werden. […]
[…] Infos zur Archäologie der Schweppermannsburg. Hier finden sich ein paar […]