St. Peter und Paul in Perschen ist eine der Urpfarreien im Naabtal. Eine erste Erwähnung findet sich 1122 in einer Schenkungsurkunde von Bischof Hartwich. Sie diente bis 1216 als gemeinsame Pfarrkirche für Nabburg und Pfreimd. Erst 1419 wurde der Pfarrsitz von Perschen in die Stadt Nabburg verlegt. Die Kirche ist eine dreischiffige, ursprünglich flachgedeckte Pfeilerbasilika aus der Romanik. Die heutige Wölbung im Chor gehört der Gotik, die im Langhaus der Barockzeit an. Im Chor und im Untergeschoss des südlichen Turmes haben sich Wandmalereien aus der gotischen Zeit erhalten. Die Malereien im Hauptschiff stammen aus dem Barock. Bemerkenswert ist der Taufstein aus dem 13. Jahrhundert.
Die Friedhofskapelle ist ein zweigeschossiger Rundbau aus der Romanik. Auch die Apsis zeichnet einen fast vollständigen Kreis. Neben dem Eingang eine inzwischen zugemauerte Maueröffnung, dem ehemaligen Lichterker. Die Sandsteinkonsole ist noch vorhanden. Der Zugang zum unter der Erde liegenden Stockwerk ist eine Zutat späterer Zeit. Die Wandflächen des oberen Stockwerks sind zur Zeit der Erbauung ausgemalt worden. An der Kuppel haben sich die Malereien weitgehend erhalten. Die Seltenheit romanischer Malereien in dieser Region ist die Kapelle so bedeutsam. Auf einem Bild Anfang des 20. Jahrhundert ist auf einem Foto direkt neben dem Karner ein Pfarrhaus (?) zu sehen.
Der Friedhof um die Pfarrkirche war durch eine massive Mauer geschützt. An der Nordtüre ist eine kleine romanische Steinfigur eingebaut. Es zeigt ein bärenähnliches, das auf einer weiblichen Figur sitz. Daher wird es im Volksmund auch als Bärenweibchen bezeichnet.
Neben dem Friedhof steht der sogenannte Edelmannhof, wohl einem Freihof. Über dem Portal steht die Jahreszahl 1605.
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