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Lauterhofen im Lauterachtal

Lauterhofen KirchturmLauterhofen in Lauterachtal war im Frühmittelalter ein wichtiger Stützpunkt für die fränkischen Köinge und später für die Kaiser des Heiligen Römischen Reiches bis ins Hochmittelalter. Im Jahre 1953 wurden in Lauterhofen ein bajuwarisches Reihengräberfeld entdeckt. Doch schon vorher war dieser Ort besiedelt. Eine Keltenschanze (ein Kultplatz mit Umlauftempel, Opferfeuer und 30 Meter tiefen Opfergrube) lässt sich archeologisch nachweisen. Von der “Schanze” selbst ist kaum etwas erhalten, da der Platz extrem landwirtschaftlich genutzt wurde. Im Teilungsvertrag Karls des Großen aus dem Jahre 806 wird Lauterhofen als Königshof Lutrahofen aufgeführt, doch erst 1125 wurde Lauterhofen zum Markt erhoben. Ein Großbrand im Jahre 1513 vernichtete beinahe die gesamte Siedlung. Heute hat die Marktgemeinde 3672 Einwohner (Dezember 2006).

Die katholische Pfarrkirche St. Michael ist der Nachfolgebau eines der ältesten Saalkirchen im Ostbayerischen Raum (1. Hälfte des 8. Jahrhunderts). Der aktuelle Bau wurde jedoch zwischen 1699 und 1701 neu errichtet. Lediglich ein Teil des Turmes stammt noch von Umbaumaßnahmen des ersten Kirchenbaus und ist noch der Romanik zuzuordnen. Die Innenausstattung stammt durchgehend aus der Zeit um 1700. Lediglich ein Taufstein aus dem 15. Jahrhundert wurde aus dem Vorgängerbau (errichtet um 11oo durch Graf Berengar I. von Sulzbach)) übernommen.

Östlich gegenüber der Pfarrkirche steht die katholische Mariahilfkapelle. Diese wurde vor 1711 unter Einbeziehung des dahin bestehenden spätromanischen Karners errichtet. Dieser war zweigeschossig und wohl vergleichbar mit dem Karner in Pfaffenhofen.

Das dreigeschossige Rathaus wurde 1593 nördlich von der Pfarrkirche in den Hang gebaut. An der Nordseite ein Steinrelief mit dem Wappen von Pfalz-Bayern mit Inschriften. Die Malereien an der Westseite, die wichtige Stationen aus der Geschichte des Marktes zeigen, sind neueren Datums. Ausgeführt wurden diese 1973 von hanns Ruckrigel aus Fürth.

Im Bereich Lampertistrasse 1 sollen sich noch Reste des Königshofes befinden.

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