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Die Hofkirche in Neumarkt

Hofkirche in NeumarktWie der Name Hofkirche unschwer zu erkennen gibt, ist die heutige Stadtpfarrkirche Unsere Liebe Frau zu Neumarkt in der Oberpfalz mit der Residenz der pfälzischen Grafengeschlechter verbunden. Der erste in Neumarkt residierende Pfalzgraf, Johann (1410 / 1433), gab das Schloss, zu dem auch die Kirche gehörte, in Auftrag.

Von der ursprünglich spätgotischen Anlage stammen noch der Turm, der Chor und die Westfassade. Das Langhaus selbst wurde Anfang des 18. Jahrhunderts bis auf die äusseren Seitenmauern und die Pfeiler der Arkanden abgebrochen. Die usrpüngliche, mittelalterliche Ausstattung war bereits zuvor von den Calvinisten entfernt und im Jahr 1604 schließlich sogar verbrannt worden. Eine gotische Steinmadonna überstand den Bidersturm, da sie 47 Jahre in einem Erdloch versteckt wurde. Sie wird heute wieder in der Kirche gezeigt.

Die Kasettendecke wurde im Rahmen der umfangreichen Umbaumaßnahmen ab 1701 eingezogen. Der Chor zeigt sich im Inneren noch im spätgotischen Stil. An den Schlußsteinen sind Wappen angebracht. Der Hochaltar ist neugotisch.

Bemerkenswert ist die Tumba des letzten in Neumarkt residierenden Pfalzgrafen Otto II (+ 8. April 1499). Ebenfalls an Otto II. erinnert der Totenschild an der rechten Wand über den Chorbogen. Links hängt das Totenschild des 1659 verstorbenen kurbayerischen Pflegers Georg Truckmiller von Millburg.

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