Chammünster
“Chammünster ist die Urpfarrei des mittleren Böhmerwaldes.” Wenn man diese Aussage liest, dann ist damit die ehemalige Benediktiner Abtei gemeint, die hier vom frühen 8. jahrhundert bis 975 bestand. Die katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt hat damit nichts mehr zu tun. Es handelt sich bei diesem Sakralbau um eine neugotischen Bau unter Einbeziehung des hochmittelalterlichen Vorgängerbaus. Von der wohl davor bestehenden romanischen Anlage ist nichts mehr erhalten. Interessant sind im Inneren der Kirche die freigelegten Fresken aus der Erbauungszeit: Die drei lebenden und drei toten Könige, die Wappen der Chamerauer und Göttlinger, eine Schutzmantelmadonna. Sehenswert sind auch die beiden romanischen taufbecken und die zahlreichen Grabdenkmäler innerhalb und ausserhalb der Kirche. Auf dem Friedhof um die Pfarrkirche sind auch Schmiedeeisenkreuze aus dem 18./19. Jahrhundert zu sehen.