Burgruine Brennberg
Das Adelsgeschlecht der Brennberger, das sich nach der Burg nennt, ist im späten 11. Jahrhundert erstmals archivarisch greifbar. Sogar einen berühmten Minnesänger, Reimar III., zählen die Brennberger zu den ihren. Das Adelsgeschlecht erlischt mit Raimar IV. im Jahre 1326. Auf die Brennberger folgen die Regensburger Auer, die in der freien Reichsstadt auch den Bürgermeister stellen, nach einen misglückten Putscversuch jedoch die Stadt verlassen müssen. Von ihren Burgen aus befehden die reichen Auer die Stadt. Brennberg machen sie zum Hauptsitz. Auf die Auer geht auch die Trennung in Ober- und Unterbrennberg zurück.
Die Ruinen der beiden Burgen liegen auf einer schmalen Kuppe im vorderen Bayerischen Wald. Auf der Nordseite verlief ein Graben, die übrigen Seiten waren durch die steil abfallenden Hänge auf natürliche Weise geschützt.
Oberbrennberg brannte 1642 ab, Unterbrennberg 1689. Von anschließenden Neubauten für Unterbrennberg sind bis auf ein Wohnhaus (doppelgeschossiges Gebäude mit Walmdach) auf einer Trasse unterhalb des ehemaligen Bergfrieds nichts mehr vorhanden. Die Ruine selbst, die sich heute in Gemeindebesitz befindet, wurde 1978-1981 saniert. Aus dem Jahr 1980 stammt auch der umstrittene Holzkonstruktion (Aussichtsturm) in Höhe des ehemaligen Bergfrieds.