Bilder aus Ostbayern, Mittelfranken und dem Rest der Welt

Burg Hof am Regen

Burg Hof am RegenDie Burg Hof am Regen wurde auf einem linksseitigen Plateau des Regentals erbaut. In Sichtweite liegr der ehemalige Landgrafensitz Stefling, nur ein paar Kilometer flußabwärts Burg Stockenfels. Hier hatten das angesehene Adelsgeschlecht der Hofer ihren Sitz, die auch noch Neuhaus bei Nittenau und Lobenstein bei Zell besaßen. Nach dem Aussterben der Hofer wechselten die Herren der Burg Hof vielfach, bis Graf Thürheim im Jahre 1736 die Burgen Hof und Stockenfels erwarbt und mit Fischbach zu einer Herrschaft vereinte.

Die Burg Hof am Regen kann man mit ein klein wenig Phantasie vor dem geistigen Auge wiedererstehen lassen. Die meisten Gebäude stehen immer noch, nur sind diese auf den ersten Blick nicht mehr als Teil der Burg erkennbar. Am einfachsten hat man es, den Wohnturm mit Kapelle zu identifizieren. Er wurde in den vergangenen Jahren gründlich restauriert und ist zu Ausstellungen zugänglich.

Den Hof der inneren Burg erreicht man über den ehemaligen Wirtschaftshof durch einen gewölbten Gang. Alle Gebäude der inneren Burg sind bis auf den Wohnturm in Privatbesitz. Die Aussenmauern dürten noch original sein. Der dreigeschossige Wohnturm ist über einen Zugang vom Burginnenhof erreichbar. Dieser sitzt 2 Meter über den Boden. Ein Treppenzugang dürfte im urprünglichen Ausbau nicht bestanden haben.

Im Erdgeschoss des Turmes befindet sich eine zweijochige Kapelle. Wertvoll sind die spätgotischen Ausmalungen (um 1470) mit Heiligenfirguren und Rankenwerk. Die Treppe zur Empore ist eine Zutat späterer Zeit. Die Empore konnte ursprünglich nur durch einen Zugang in der Nordseite betreten werden, wahrscheinlich über einen hölzernen Rundlauf um den trapezförmigen Burghof.

Das erste Obergeschoss erreicht man über eine gemauerte Treppe in der Mauer. Dort gibt der Nebenraum Rätsel auf, vor allem der Ausbruch an der Nordseite. Die Türe konnte mit einem Balkenriegel verschlossen werden - Ein Kerkerraum? Das zweite Obergeschoss war wohl über eine Holztreppe erreichbar. Die Mauern im zweiten Obergeschoss sind deutlich schmächtiger.

Sie können hier weitere thematisch ähnliche Fotos und Texte zu den Stichpunkten Bayerischer Wald, , abrufen.

Sage Sie uns jetzt Ihre Meinung! Lob + Tadel, Tipps und Verbessungsvorschläge ... Alles ist willkommen!