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Bahnhof Bozen

Bahnhof von BozenDer Bahnhof in Bozen kann das Gedankengut seiner Planer nicht verbergen. Er zeigt sich von allen Seiten eindeutig als Zeitzeuge der faschistischen Ära in Italien. Selbst Details an den Säulen auf den Bahnsteigen verraten die Zeit. Der Bahnhof und der sogenannte Siegesplatz sollten in der Provinzhauptstadt Südtirols einen Kontrapunkt setzen zur von Deutsch-Tirolern geprägten Altstadt. Heute gilt dieser Teil von Bozen als die Stadt mit der durchgängigsten Architekur des Faschismus und als Stadt mit den meisten erhaltenen bauten dieses nicht gerade rühmlichen Ära.

Nicht nur in Stein wollte die faschistische Regierung in Rom die Zugehörigkeit Südtirols zu Italien zementieren. Durch ein Ansiedlungsprogrammen wurde Bozen in den 1930er Jahren zur einzigen Stadt in Südtirol, die eine italienischsprachige Einwohnermehrheit hat. Die durch die Italienisierungspolitik der Duce-Regierung entstandenen Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen der Deutsch-Tiroler, Italiener und Ladiner sind auch heute noch präsent.

Bilder aus Bozen:

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